JuLis fordern Liberalisierung des Friedhofsrechts
 

Pressemitteilung: JuLis fordern Liberalisierung des Friedhofsrechts Annweiler.

 

Die Pfälzer Jungen Liberalen (JuLis) fordern, die rechtlichen Auflagen im Bestattungs- und Friedhofswesen zu liberalisieren. Insbesondere wollen die JuLis den Zwang, Verstorbene in einem Holzsarg zu bestatten und den Zwang, Urnen auf dem Friedhof beizusetzen, aus den Bestattungsgesetzen und -verordnungen von Landes- bis Gemeindeebene streichen. Einen entsprechenden Antrag unterstützte die Pfälzer Delegation auf dem Bundeskongress der Jungen Liberalen in Hannover am vergangenen Wochenende. "Die derzeitige Rechtslage im Bestattungswesen mit ihrer Überregulierung dient nicht der Würde des Menschen und seiner freien Entfaltung. Sie dient viel mehr dazu, den toten Menschen zu einem Handelsobjekt von Friedhofsverwaltung und vor allem Bestattungsunternehmen zu machen. Es wird höchste Zeit, die Gesetze und Verordnungen, die teilweise noch aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts stammen, den Gegebenheiten unserer Zeit anzupassen," meint der stellvertretende Landesvorsitzende der JuLis, Murat Eyiberispek. "Der Zwang, in einem Holzsarg bestattet zu werden, ist unsinnig. Es gibt viel günstigere Alternativen, beispielsweise Wellpappsärge, die in anderen europäischen Ländern schon im Gebrauch sind und ihre Zweckdienlichkeit unter Beweis gestellt haben." Durch die Verwendung alternativer Materialien ließen sich die Kosten für eine Beisetzung deutlich herabsetzen, während gleichzeitig die Verwesungsdauer des Leichnams reduziert würde und die Belastung für die Umwelt sinke, erklärt Eyiberispek. Der Friedhofszwang für Urnen sei ebenso widersinnig. Es sei nicht einzusehen, warum die Asche eines Verstorbenen auf dem Friedhof beigesetzt werden solle. "Der Wunsch der Verstorbenen und ihrer Angehörigen im Hinblick auf den Wunsch des Aufbewahrungsortes muss endlich erfüllt werden," so Eyiberispek weiter.

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Mittwoch, 3. Apr , 03:45 Uhr