Pressemitteilung vom 29.Mai 2002

 

 

Julis fordern Legalisierung von Cannabis

 

 

Die Jungen Liberalen (Julis) Landau / Südliche Weinstrasse fordern die Legalisierung von Cannabis. „Das Verbot von Cannabis ist nicht nachzuvollziehen, da weiche Drogen im Gegensatz zu Alkohol und Nikotin weitaus weniger gesundheitsgefährdend sind.“ so der Bezirksvorsitzende Murat Eyiberispek

 

Im Rahmen einer Juli-Veranstaltung trafen sich am Dienstagabend einige Fachleute, um die Legalisierung von Cannabis zu diskutieren. Eingeladen waren der FDP-Kreisvorsitzende Herr Dr. Volker Wissing, stellv. Bundesvorsitzender der JULIS Herr Alexander Alvaro, Suchtmediziner Herr Dr. Nowak, Suchtbrater der Diakonie Herr Becker und der Staatsanwalt für Drogenprobleme Herr Bork. In der gut besuchten Diskussionsrunde wurden die Positionen der einzelnen Gäste sehr schnell deutlich und intensiv verteidigt. Die Gäste sprachen sich anfangs für ein striktes Verbot von Cannabis aus, räumten aber im Laufe der Diskussion ein, offen für vernünftige Alternativen zu sein. Die Julis sehen die Aufklärung über die Risiken in Schulen und  die Schaffung von Hilfsprogrammen für auffällige Konsumenten als notwendige Maßnahmen, um das Bewusstsein für die Gefahren zu stärken.  Eyiberispek sagte „Ein Verbot unter Strafandrohung ist aus liberaler Sicht ein unverhältnismäßiger Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen. Deshalb fordern wir Jungen Liberalen die Legalisierung weicher Drogen. Dadurch würden die Märkte für weiche und harte Drogen getrennt und Konsumenten weicher Drogen nicht mehr wie bisher in den illegalen Markt harter Drogen gedrängt werden.“ Herr Dr. Wissing betonte, dass die Meinung der Julis in diesem Punkt kontrovers zu der FDP-Meinung sei und verteilte am Ende der Veranstaltung das Positionspapier der Rheinland-Pfälzischen FDP zur Drogenpolitik.